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Ausstattung für eine (nahezu) professionelle Videoproduktion

Um eigene Videos zu produzieren,  braucht man nicht viel Technik.

Wichtig ist aber zu verstehen, was einen subjektiv guten „Eindruck“ macht: Ton und Bild.

Der Ton hängt im wesentlichen von der Qualität und der Position des verwendeten Mikrofons ab, das Bild von der Kamera, aber ganz wesentlich auch von der Lichtsituation.

Für ein eigenes „Videostudio“ verwende und empfehle ich folgende Ausstattung:

Beleuchtung

Fotostudio Set, enthält 1 x Lightfox Profi Studioleuchte mit Softbox, Stativ und Tragetasche

Tipp: 2 Stück bestellen für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichts; dabei eine Lampe etwas weiter aufstellen, damit Konturen im Gesicht zu erkennen sind. Zwei dieser Leuchten reichen, um ein ansprechendes Video einer sprechenden Person zu drehen. Ergänzend kann man noch u.a. Strahler für die Hintergrundbeleuchtung dazu bestellen.

Lampenset mit jeweils 4 Schraubsockel für Leuchten: Wer es etwas heller will, kann in dieses Lampenset 2 x 4 Leuchten einschrauben. Für die meisten Fälle wird das nicht erforderlich sein. Das Problem bei zu heller Beleuchtung ist allerdings oft, dass der Hintergrund dann zu dunkel wird. Daher müsste hier auch eine entsprechende Hintergrundbeleuchtung eingesetzt werden.

Hintergrund beleuchten: Um einen Hintergrund zu beleuchten, eignen sich diese Strahler. Die Schirme dienen dazu, den Raum gleichmäßig auszuleuchten. Will man  nur einen Hintergrund aufhellen, kann man die Lampen auch ohne Schirme verwenden.

Ich benutze zwei dieser Leuchten, um die Rückwand anzustrahlen, damit diese schön hell und gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Leuchtenset mit „Galgen“: Dieses Set ermöglicht noch eine Beleuchtung von oben. Dadurch setzen sich Haar und der Kopf besser vom Hintergrund ab. Achtung: Bei niedriger (normaler) Raumhöhe kann es aber sein, dass die Lampen nicht mehr „unter die Decke“ passen und ins Bild hinein reichen. In meinem Fall ist dies der Fall, daher verzichte ich bei meinen Aufnahmen auf den Einsatz der dritten Leuchte.

Leuchtmittel:

Wichtig sind Fotoleuchten mit Tageslicht, damit eine unverfälschte Aufnahme erfolgt. Ich habe hier zwei unterschiedliche Stärken aufgeführt. Tipp: Mehr Licht ist immer besser, weil dann die Kamera auf eine kürzere Belichtungszeit schaltet.

Beim Filmen darauf achten, dass der Weißabgleich auf „Tageslicht“ steht (nicht auf Automatik). So ist sichergestellt, dass das Licht zur Aufnahmeeinstellung passt.

Tipp: Ein Reserve-Leuchtmittel schadet nicht… geht mal eine Lampe kaputt, weil sie z.B. umfällt, ist man in diesem Fall gut gerüstet und kann weitermachen.

Kamera

Meine Aufnahmen machen ich normalerweise mit meiner „normalen“ Spiegelreflexkamera. Dazu habe ich mir eine Nikon D7200 mit einem Zoomobjektiv (18-105 mm) gekauft. Die Nikon kann bis zu 30 min Film in Full HD Qualität aufnehmen, hat einen Anschluss für ein externes Mikrofon und macht zudem auch hervorragende Fotos, wodurch sie auch Hobby- und urlaubstauglich ist.

Mit dieser Anschaffung habe ich also Fotografie und Videografie in sehr guter Qualität abgedeckt. Bei längeren Webinaren muss ich die Aufnahme einmalig nach 30 min unterbrechen (bzw. sie wird unterbrochen) und ich muss den Aufnahmeschalter erneut drücken. Das ist etwas lästig, aber normalerweise kommen solch langen Aufnahmen am Stück nur selten vor.

Tipp: Für eine Aufnahme in einem Studio ist eine Brennweite um ca. 50 – 70 mm zu empfehlen, da dann Gesichter und Menschen in einem natürlichen Blickwinkel (d.h. wie das menschliche Auge selbst) dargestellt werden.

Die meisten Außenaufnahmen und auch meine Videos aus dem Auto mache ich mit meinem iPhone 6S. Der Vorteil beim 6S ist, dass es eine optische Verwacklungskorrektur hat. Dadurch werden auch Aufnahmen aus der Hand oder mit dem Selfie-Stick nahezu verwacklungsfrei.

Unbedingt beachten: Damit man auch eine Weile aufnehmen kann, ohne gleich wieder Videos löschen zu müssen, empfehle ich 64GB  oder 128 GB Speicher.

Mikrofon

Wer mit dem Smartphone (iPhone, Samsung Galaxy) filmt, ist mit dem Rode Ansteckmikrofon gut bedient. Das ist ein günstiges, aber qualitativ hochwertiges Mikrofon. Man kann dazu ein Verlängerungskabel einsetzen, wenn man weiter weg steht und spart sich so die teure Funk-Mikrofonanlage.

Tipp: Je näher ein Mikrofon am Sprecher, desto besser. Dadurch werden eventuelle Hintergrundgeräusche im Verhältnis zur Stimme leiser und ein „Hallen“ vermieden. Die Stimme wirkt klar und natürlich und klingt nicht blechern. Ein Ansteckmikrofon ist in klanglicher Hinsicht daher die zweitbeste Lösung, ein „Headset“ wäre die beste, ist aber wegen der Optik nicht so schön.

Um eine „normale“ Kamera (z.B. Videokamera) mit dem Rode Mikrofon zu betreiben, ist dieses Verlängerungskabel zu empfehlen, welches auch die Umsetzung auf einen normalen, dreipoligen Klinkenstecker beinhaltet. Das Rode Mikrofon hat einen vierpoligen Stecker und ist damit kompatibel zu den Smartphones (die normalerweise ja mit Kopfhörer/Mikrofonkombination arbeiten). Dieses Kabel setzt das Signal auf einen normalen dreipoligen Stecker, wie er in den üblichen Kameras verwendet wird.

Für die Nach-Produktion kann ein USB-Headset-Mikrofon sinnvoll sein. Damit kannst Du Text sprechen und aufzeichnen, und Dir gleichzeitig den Originalton Deiner Aufnahme über Kopfhörer anhören. Auch Hintergrundmusik stört dann die Aufnahme Deiner Sprache nicht.

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