Fotografie erfolgreich verkaufen

Es gibt kaum etwas, das schwerer zu verkaufen ist, als Kunst, speziell Fotografie.

In den Anfangsjahren meiner Tätigkeit habe ich festgestellt, dass Fotografie geradezu an den Wänden der Galerien kleben bleibt. Brillante Aufnahmen, geniale Portraits, Landschaftsfotografie mit mehr als einem „Wow-Effekt“ – prima anzusehen, aber extrem schwer zu verkaufen.

Viele Besucher denken: „Wenn ich die richtige Kamera habe, dann kann ich das auch“. Und wenn ein Preisschild neben der Arbeit angebracht ist, dann sieht man oft fragende Blicke der Betrachter, als wollten sie sagen: „Aber das ist doch nur ein Foto. Im dm-Markt kostet das 19,90 Euro, warum soll ich jetzt 800 Euro dafür bezahlen?“.

Fotografie kämpft um die Anerkennung als „echte“ Kunst

Entstanden ist die Fotografie, als es darum ging, Momente nicht nur in Schrift, sondern auch in Bildern festzuhalten: Im Journalismus. Pressefotografen waren die ersten, die wirklich Geld durch die Fotografie verdient haben und dies heute noch tun. Allerdings ist auch hier ein Wandel zu beobachten: Währen früher Fotografen im Auftrag von Zeitungen und Magazinen unterwegs waren, so sind es heute meist selbständige Fotografen, die ihre Arbeiten auf eine Kosten produzieren und dann den Abnehmern präsentieren.

Ursprünglich also als dokumentarische Disziplin, hat sich In den späteren Jahren die Fotografie auch als Kunstrichtung etabliert. Nicht nur das technische Abbild einer Situation, sondern auch die gestalterische Leistung des Fotografen trat nach und nach in den Vordergrund. Zu Zeiten, als hochwertige Fotografie noch sehr aufwändig war und es nur wenige Berufsfotografen und Fotokünstler gab, konnten Künstler auch durch ihre Fotografie noch Einkommen erzielen.

Heute fühlt sich jeder als Künstler

Wer sich nicht scheut, ein Selfie mit einem Smartphone der Welt zu präsentieren, der ist auch leicht davon überzeugt, dass Kunst keine Zauberei ist und man mit einer einigermaßen guten Kamera bereits Profi-Fotos erstellen kann. Der eine oder andere gelungene Schnappschuss wird dem staunenden Bekanntenkreis präsentiert – und schon scheint der Künstler geboren.

Hobbyfotografen sei nicht abgesprochen, dass sie auch gute Aufnahmen machen können. Um jedoch Fotografie verkaufen zu können, bedarfs es einiges mehr.

Spätestens dann, wenn man versucht, seine Arbeiten zu verkaufen, trennt sich Spreu von Weizen. Alleine die Akzeptanz der Arbeiten bei einer Galerie, die das Risiko der Vermarktung weitestgehend selbst trägt, ist bei Hobbyfotografen meist nicht mehr gegeben. Aber auch Profis und „echte“ Künstler haben es heute nicht mehr leicht.

Galerien tragen heute nicht mehr alleine das Risiko

Der Wunschtraum jedes Künstlers ist es, „entdeckt“ zu werden. Ein finanziell starker Verleger, eine Galerie oder eine Plattenfirma soll das Talent nun vermarkten.

Tatsache ist: Die Ersterfolge müssen Künstler selbst erbringen. Erst wenn ein Portfolio existiert, erste Ausstellungen bestritten sind und eine gewisse Bekanntheit erreicht wurde, besteht die Chance, dass ein „Investor“ auf diesen Zug aufsteigt.

Wie verkauft man nun Fotografie („Fine Art Fotografie“ oder Kunstfotografie)?

Um Fotografische Arbeiten zu verkaufen, benötigt man die drei essenziellen „Touchpoints“. Das hat wenig mit Mystik zu tun, als mehr mit Psychologie. Wenn alle drei Punkte zusammen kommen, dann wir aus einem vagen Interesse plötzlich ein fast unwiderstehliches Verlangen, das Werk zu besitzen.

Geschickte Galeristen, aber auch Künstler können diese Touchpoint gezielt ansteuern – und das funktioniert sogar online.

… to be continued.

Wenn Ihr Interesse an der Fortsetzung des Artikels habt – bitte einfach bei mir melden. Dann ziehen ich diesen Beitrag vor.

Pin It on Pinterest

Share This